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Corona-Logbuch eines Apothekers: 25.4.2020

Jetzt ist es also beschlossen, der Ausstieg vom Lockdown hat begonnen. In Brandenburg, in dem unser Center liegt, dürfen bereits seit Mittwoch Geschäfte unter bestimmten Auflagen wieder öffnen.

Wieder mehr Kunden

Und das merkt man auch unmittelbar in der Apotheke. Der Publikumsverkehr hat auch bei uns angezogen, die Kaufbereitschaft wird größer. Offenbar hat die Lockerung der Maßnahmen einen positiven Einfluss auf die Konsumbereitschaft der Menschen. Langsam nähert sich vieles der Normalität an. Wenn auch einer etwas anderen Normalität als noch vor einigen Wochen.

Gut, dass es die Maskenpflicht gibt

Diese neue Normalität birgt aber auch Risiken. Denn während vor wenigen Tagen noch viele Menschen im großen Bogen aneinander vorbeigelaufen sind, habe ich das heute im Center ganz anders wahrgenommen – mit Erschrecken. Da drängelt sich der eine Kunde noch schnell am anderen vorbei, oder greift die Dame am Würstchenstand über den Kopf des Vordermanns zum Serviettenspender.

Mindestabstand: Fehlanzeige. So ist die Lockerung natürlich nicht zu verstehen. Wenn wir jetzt zu achtlos sind, kommt der nächste Lockdown schneller als wir bis drei zählen können. Deshalb ist es vernünftig, dass ab Montag die Maskenpflicht beginnt. So kann man viele Nachlässigkeiten und falsch interpretierte Freiheitsgrade hoffentlich etwas kompensieren.

Masken, Masken und nochmal Masken

Keine große Überraschung, dass Masken gerade das große Thema bei uns sind. Glücklicherweise haben wir noch eine große Menge vorrätig.

Und auch hier nehmen wir unseren Beratungsauftrag ernst. Denn man kann ja viel falsch machen, bei OP-Mundschutz, FFP-Maske und DIY-Behelf: zu lange tragen, waschen, wenn nicht gewaschen werden darf, reinfassen, falsch herum aufsetzen (vgl. Fauxpas von Minister Spahn).

Unser Kuscheltier „Elon“ mit Maske

Zu Demonstrationszwecken haben wir deshalb unserem Apotheken-Kuscheltier eine Maske aufgesetzt. Und außerdem eine Übersichtstabelle erstellt, welche Maske für wen wie angewendet werden sollte. So geht Beratung in Krisenzeiten. Und zeigt mal wieder, dass Apotheken mehr sind als bloße Abgabestellen für Pillen, Pflaster und Co sind. Sondern ihren Auftrag ernst nehmen, auch bei vermeintlich banalen Themen.

Von Maximilian Wilke

Hier schreibt Maximilian Wilke, Gründer von whatsin und Apotheker. Und zwar über Gesundheitsthemen, Allergien, Unverträglichkeiten, den Apothekenalltag, über große und kleine Aufreger, Schönes und nicht so Schönes und vieles weiteres mehr...

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